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Kätes Puppenwelt

Ensemble Schulklasse
Seit 2004 gibt es einen Grund mehr, unserem Stadtmuseum einen Besuch abzustatten. Im Rahmen des Stadtfestes am 21. August 2004 wurde „Kätes Puppenwelt“ eröffnet, eine ganz besondere Attraktion und zusätzlicher Schwerpunkt in den Dauerausstellungen des Museums.

Es gibt sie, die Sammlerinnen und Sammler, denen es gelingt, im Laufe von Jahrzehnten Kostbarkeiten zusammen zu tragen. Zwei davon sind Käte und Erwin Kranzler aus Bad Kreuzen. Ihr Haus war bis vor kurzem zugleich Puppenstube und Produktionsstätte.

Sie haben sich entschlossen, in einem gemeinsamen Projekt mit dem Heimatverein Perg ihr Lebenswerk der Öffentlichkeit zu präsentieren. In dieses Projekt war auch die Polytechnische Schule Perg eingeschlossen. Mehrere Schülergruppen haben mit ihren Lehrkräften einen wunderschönen Stadtplatz mit Häuserfassaden gestaltet, der die Puppenensembles so richtig zur Geltung bringt.

Ensemble Stadtplatz
Für Käte Kranzler, eine gebürtige Pergerin, übten Puppen schon seit jeher eine unwiderstehliche Anziehungskraft aus. Schon als Kind hat sie ihre einfachen Puppen benäht und bestrickt. Nur wenige Veteranen ihrer eigenen Kinder haben sich in diese Ausstellung herübergerettet, denn sie wurden geliebt und zerspielt.

Vor 30 Jahren begann mit dem Kauf der ersten Porzellanpuppe die Sammlertätigkeit. Das war der Anstoß, nicht etwa zum Spekulieren mit der Preisentwicklung dieser Kostbarkeiten und dem Verwahren in einem Safe, sondern für die ersten Versuche, selbst Puppen zu modellieren, Formen zu bauen und Reproduktionen herzustellen. Ihr Gatte Erwin erwies sich als wahrer Künstler im Herstellen von Möbeln und anderem Zubehör. So entstanden Ensembles, die mit ihren liebevollen Details die Betrachter hinreißen: der Antiquitätenladen, die Schulstube, der Altar oder die Heurigenpartie.

Käte Kranzler bei der Produktion
Das Museum und die Kranzlers laden zum Besuch ein: „Einem leidenschaftlichen Sammler fällt es schwer, seine sorgsam gehüteten und wenigen Freunden zugänglichen Kostbarkeiten der Öffentlichkeit zu übergeben, sind sie doch allesamt meist mit sehr persönlichen Erinnerungen verbunden. Inzwischen durften wir erfahren, dass unsere Sammlung in guter Obhut ist und die Betreuer ebenso wie die Besucher des Heimathauses spontan freundschaftliche Beziehungen zu unseren Puppenkindern aufgebaut haben.“

 Franz Moser

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